Wofür ist der richtige Öldruck im Getriebe verantwortlich?

Da manche Motoren eine hohe Leistung erreichen können, müssen die im Getriebe arbeitenden Kupplungen – die aus empfindlichen Scheibchen mit einem Belag aus speziellem Papier bestehen – unbedingt geschlossen sein. Jede Art von Schlupf beschädigt die Beläge.  Eine der wichtigsten Aufgaben der Öldruckregulierung ist es also, den Öldruck so auf Niveau zu halten, dass in allen Fahrtbedingungen eine schlupffreie Arbeit der Kupplungen und Bremsen gewährleistet werden kann. Warum kann man also nicht einen einheitlichen Öldruck einstellen, der den Schlupf der Scheibchen ausschließt und das Öldruckregulierungssystem vereinfacht? Der Öldruck wird durch die o. g. Pumpe erzeugt, die direkt vom Motor betrieben wird.  Je höher der Öldruck, desto mehr kW verbraucht der Motor, um diesen zu erzeugen. Dadurch erhöht sich der Kraftstoffverbrauch und schließlich die Umweltverschmutzung. Wichtig ist also ein ständiges Halten des Öldrucks im Getriebe auf einem minimal höheren Niveau, das notwendig ist, um dem Schlupf der Scheiben vorzubeugen. Ein normaler Öldruck im Getriebe hält sich im Bereich von 3 bis 25 Bar, in manchen Getrieben erhöht er sich jedoch zeitweise bis über 100 Bar! Zusammenfassend ist zu sagen: Die Regulierung des Öldrucks ist wichtig, um zum einen das Schalten der Gänge ohne Schlupf zu gewährleisten, zum anderen gillt es, den Druck so zu modulieren, das die volle Nutzung der Fahrzeugmöglichkeiten bei minimalem Kraftstoffverbrauch und Belastung der Mechanik gegeben ist.

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