Was ist Lock-up (Wandlerüberbrückungskupplung)?

Um eine maximale Ökonomie während der Fahrt zu sichern, kommen seit den 1980er Jahren Lösungen zum Einsatz, die das “Sperren” des Wandlers  während der Fahrt ermöglichen. Der bekannte, höhere Kraftstoffverbrauch bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe wurde mit dem ständigen Auftreten von Schlupf am Wandler erklärt. Der Wandler ermöglicht dank dem Schlupf die Übertragung und Verstärkung des Drehmomentes vom Motor aus in sanfter Weise und ohne den Verschleiß anderer Elemente (z. B. von Kupplungsscheiben bei mechanischen Schaltgetrieben). Da nach dem Anlaufen des Fahrzeugs die Verstärkung des Drehmomentes nicht mehr benötigt wird, überbrückt die Wandlerüberbrückungskupplung die Turbinen und der Wandler hat
keinen Schlupf mehr. Die ganze Vorrichtung befindet sich mitten im Wandler. Es ist eine einfache Lamellenkupplung, die mit einem speziellen Kolben durch den Öldruck angedrückt wird. In den 1980er und 1990er-Jahren erfolgte die Blockierung der Wandlerüberbrückungskupplung erst bei einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h. Deshalb waren die Automatikgetriebe im Stadtverkehr im Vergleich zu den mechanischen Getrieben nach wie vor nicht so ökonomisch. In den 90er-Jahren haben die meisten Produzenten die Computersteuerung der Wandlerüberbrückungskupplung eingesetzt, bei der der Wandler schon im zweiten Gang und minimalen Geschwindigkeiten blockiert wird. Derzeit sind die Automaten unter ökonomischem und leistungsmäßigem Aspekt wesentlich besser als die klassischen Getriebe. Mit der Zunahme komplizierter Elemente in der Wandlerüberbrückungskupplung und in Hinsicht auf die Tatsache, dass der Wandler unzerlegbar ist, empfehlt man seinen Austausch oder Überholung während der Reparatur, wenn der Charakter des Getriebes auf Beschädigungen oder Verschmutzungen hinweist.

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